"Das lebendig und allgemein verständlich geschriebene Buch nimmt den Leser mit auf eine ebenso interessante wie unterhaltsame Reise durch die regionale Sprachlandschaft" (Rheinische Post)
Georg Cornelissen
176 Seiten mit 25 zweifarbigen Sprachkarten und Abbildungen
Klappenbroschur
Format 13 x 21 cm
Wie spricht der Niederrhein?
Wer mit Sätzen wie Tus du noch wat trinken? oder Gibbet da noch mehr von? sympathisiert, wird in diesem Buch auf seine Kosten kommen. An solchen Äußerungen ist nichts zu beschönigen, nichts zu begradigen: So spricht der Niederrhein. Es wäre grundverkehrt, niederrheinische Sätze wie Lecker warm hier! oder Hasse se noch all? am Hochdeutschen zu messen, um dann vielleicht nach Fehlern oder Defiziten zu suchen. Der Ansatz dieses Buches ist ein ganz anderer: Wie am Niederrhein gesprochen wird und welche Varianten es gibt – darum geht es hier. Das neue Buch setzt die Erfolge von „Rheinisches Deutsch“ (2. Auflage 2005) und „Kappes, Knies und Klüngel“ von Peter Honnen (5. Aufl. 2006) fort. Es erschließt neue Quellen und bringt aktuelle Erkenntnisse, nicht zuletzt die Resultate der jüngsten Fragebogenaktion zur Alltagssprache am Niederrhein.
Eine Veröffentlichung des Landschaftsverbandes Rheinland, Amt für rheinische Landeskunde, Bonn.
Auf nicht weniger als 19 Sprachkarten wird der Reichtum des regionalen Wortschatzes und seine räumliche Gliederung erfahrbar. Wo sagt man Söller, wo Speicher, wo Dachboden? Wo nennt man eine Dachrinne Kalle? In welchen Ecken des Niederrheins hört man litschen, wenn schlindern oder schliddern gemeint ist? Wo kennen die Menschen nicht nur dat Auto, sondern auch der Auto?
So spricht der Niederrhein:
Darwet en bissken mehr sein?
Tus du noch wat trinken?
Ich wa sowwat von am schwitzen.
Sprechen tun et fast alle.
Der hat sich nich mehr eingekricht.
Die is noch am schlafen.
Mein Bruder is auf Jück.
Ja, dat wüsst ich abber!
Da bin ich noch lang nich von ab.
Kumma, da kommt schonn widder einer!
Dat kost fümf fümmenfuffzich.
Wennse nich bald komms, gibbet Ärger.
Dat tu ich dir morgen erzählen.
Gibbet da noch mehr von? Tschö, wa!
Dr. Georg Cornelissen, geb. 1954, Sprachwissenschaftler beim Landschaftsverband Rheinland, Amt für rheinische Landeskunde Bonn. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Dialekten und Regiolekten im Rheinland, zur regionalen Sprachgeschichte und grenzübergreifenden deutsch-niederländischen Dialektforschung. Der Autor ist Spezialist für die Sprachen des Niederrheins.
"Spannend, mitreißend, witzig und allgemeinverständlich" (NRZ)
"In einem erfrischenden und gut verständlichen Stil geschrieben, kenntnisreich und zuverlässig, eine anregende und lohnende Lektüre." (Rheinische Vierteljahrsblätter)